Neuer Park
Der neue Parkbereich ist einer holländischen Polderlandschaft nachempfunden.
Gräben, an Grachten erinnernd, bilden das Hauptgliederungselement. Die sich daraus ergebende Linearität wird durch Gräben säumenden Eschen, Hasel- und Zierapfelspaliere verstärkt. Vierzehn geschwungene Parkbrücken queren die Gräben und verleihen den Wegen Leichtigkeit.
Louise Henriette ließ die Gräben zum Zwecke der Entwässerung anlegen. Die heutigen Gräben, die zum Teil an historisch nachweisbarer Stelle wiedererrichtet wurden, stellen die Speisung des neuen Bewässerungssystems sicher, wozu auch der Schlossteich mit seiner Fontäne zählt.
Aus dem Oranienburger Kanal fließt Oberflächenwasser über einen Filtergraben zunächst in den Schlossteich und dann in die Wassergräben.
Bei zu niedrigem Wasserstand im Kanal kann über einen Tiefenbrunnen zusätzlich Wasser eingespeist werden. Alle Gräben sind unterirdisch miteinander verbunden und werden stetig durchströmt. Das Herzstück der Anlage
bildet der Familiengarten, in dem das Wasser gefiltert wird. Ein Überlauf führt überschüssiges Wasser zu Havel ab.
Gräben, Baumreihen, Wegeachsen und Gartenzimmer werden durch die Staudenbänder sowie die Wiesenflächen des Senkgartens und des Kinderspiels akzentuiert. Vielfältige Wechselflorflächen malen den Jahrszeiten entsprechende Blütenbilder in den Park. Gleich Fingern markieren hoch stehende Säuleneichen den Raumauftakt sowie das Ende des Parks an der angrenzenden Kleingartenkolonie.