Traumlandschaften einer Kurfürstin

Die Goldene Yacht „Sehnsucht“

Sehnsucht Ahoi!

Am 08. Juli 2010 ging die „Sehnsucht“ - eine im Jahr 2009 im Auftrag der Landes­gar­tenschau nach historischem Vorbild gebaute 18 m lange holländische Staatsyacht - mit einer vierköpfigen Crew des neuen „Kur­branden­bur­gischen Marinevereins“ vom Schlosshafen aus auf Probefahrt.

Das massive Holzschiff mit dem charakteristischen Bugsprit und dem 14 m hohen Mast, fuhr nach Brandenburg und ankerte gegenüber dem Slawendorf im Stadthafen und kam am 10. Juli wieder unbescholten und mit vielen neuen Eindrücken im Schlosshafen Oranienburg an - wo es sich für die nächste Ausfahrt bereit hält. 

Informationen zur Staatsyacht und dem "Kurbrandenburgischen Marineverein" erhalten Sie von dem Vereinsvorsitzenden Michael Schlichting: m.schlichting@online.de.
Hintergrund:

Der Schiffsbauer Peckelhering baute das Schiff als Teil der kurbrandenburgischen Flotte in den Jahren 1678/79. Als Vorbild diente ihm die mit acht Geschützen bewaffnete Yacht des Prinzen Wilhelm III. von Oranien, auf der zwölf Seeleute Dienst taten und im Kriegsfall 50 Männer segelten.
 
Für die Landesgartenschau Oranienburg 2009 wurde diese Niederländische Staatsyacht originalgetreu nachgebaut. Mit einer Länge von 18 m und einer Breite von 4,50 m wurde sie auf den Namen „Sehnsucht“ getauft.
Die „Sehnsucht“ lag im letzten Jahr im Schlosshafen und war eine der großen Attraktionen. Auch ging sie mit dem Kurfürstenpaar auf Reise durch das Brandenburger und Berliner Umland. So eroberte sie die bewundernden Blicke der Besucher ebenso wie ihre Herzen.
 
Der Überseehandel bescherte den Niederlanden im 16. Jahrhundert ihr Goldenes Zeitalter, in dem das kleine Land zur mächtigsten Handelsnation der Welt aufstieg. Die Schiffe der Ostindischen und Westindischen Kompanie transportierten nicht nur exotische Waren und Luxusgüter, sondern brachten auch aufregende Geschichten von fremden Ländern und Menschen mit in die Heimat. Louises Lieblingsonkel, Johann Moritz, war einige Zeit Gouverneur in Brasilien und unterhielt eine rege Korrespondenz mit seiner Nichte. Diese Erweiterung der Horizonte räumlich wie geistig in dem Nachbau der Staatsyacht aus dem 17. Jhd. – der „Sehnsucht“.
 
Für die Saison 2010 wird die „Sehnsucht“ im Servicehafen Oranienburg vor Anker gehen, der direkt an das Gelände der Gartenschau angrenzt.
Es gründete sich zudem der "Kurbandenburgische Marineverein", der sich für die Erhaltung, umfangreiche Instandsetzung und Wartung sowie für medienwirksame Auftritte der Yacht einsetzt.




    
 

  

 

 
Investition in Ihre Zukunft: 
Nachbau einer Niederländischen Staatsyacht
 
Das Projekt wurde durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie
aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg sowie im Rahmen des Programms
„Regionalentwicklung stärken – Beschäftigungsperspektiven eröffnen“ (Regionalbudget) des Landkreises Oberhavel
in den Jahren 2007 bis 2009 gefördert.

Zehn Langzeitarbeitslose arbeiteten insgesamt 16 Monate am Bau des Schiffs auf der Werft in Malz bei Oranienburg.
Das Schiff wurde am 26. März 2009 auf den Namen „Sehnsucht“ getauft.

Sie war ein Highlight auf der 4. Brandenburgischen Landesgartenschau in Oranienburg im Jahr 2009.